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Ab wann kann mein Kleinkind Nüsse essen?

Veröffentlicht am 1. November 2018
Walnüsse und Apfel liegen auf einem Tisch

Nüsse für dein Kleinkind? Wir erklären dir hier, was du beachten solltest.

Nüsse gehören zu einem ausgewogenen Speiseplan dazu, denn sie liefern wichtige ungesättigte Fette ebenso wie hochwertiges Eiweiß, Ballaststoffe, Mineralstoffe und Vitamine. Abgesehen davon schmecken sie lecker und auch Kinder mögen sie meist gerne. Als Fingerfood und Snack für unterwegs und als Bestandteil in der Snackbox sind sie ebenfalls gut geeignet.

Allerdings sollten Kinder im Baby-, Kleinkind- und frühen Kindergartenalter wegen der Verschluckungsgefahr noch keine Nüsse essen. Wann aber ist das richtige Alter für Haselnüsse, Walnüsse, Cashewnüsse oder Mandeln?

Faustregel beim Thema Kleinkind und Nüsse: Erst einmal kauen lernen

Prinzipiell sollte man abwarten bis das Gebiss vollständig ist, so dass die Kinder die Nüsse sicher kauen können. Vor allem die Backenzähne sind dabei wichtig.

In der Regel wird das mit 3 bis 4 Jahren der Fall sein, wobei der Übergang fließend sein kann und jedes Kind sein eigenes Tempo hat. Der Verzehr von Nüssen sollte bei kleineren Kindern immer im Sitzen und unter Aufsicht stattfinden, damit man in Falle eines Verschluckens schnell eingreifen könnte.

Das bedeutet: Im Kleinkind-Alter solltet ihr auf (ganze) Nüsse eher verzichten. Warte also lieber, bis dein Kind im Kindergartenalter ist.

Aber auch vorher muss man nicht auf die guten Inhaltsstoffe von Nüssen verzichten: Du kannst beispielsweise Nussmehl oder Mandelmehl in Teige einarbeiten. Dieses liefert weniger Kohlenhydrate als das herkömmliche, aus Getreide gewonnene Mehl, dafür aber mehr Ballaststoffe und hochwertige Fette. Auch klein gehackte oder gemahlene Nüsse eignen sich. Und Nussmus ist eine tolle Alternative zum herkömmlichen Brotaufstrich.

Nüsse fürs Kleinkind: Was sonst noch wichtig ist

Egal ob Haselnuss, Mandel oder Walnuss: Gemeinsam haben Nüsse, dass sie allesamt recht kalorienreich sind. Sie enthalten vor allem viel Fett (wenn auch wertvolles Fett) Also am besten eher kleinere Mengen verzehren (und vorher zerkleinern, siehe oben). Sehr gut machen sie sich beispielsweise in Kombination mit Obst oder als Topping auf Joghurt, Quark Müsli.

Wichtig ist außerdem, dass die Nüsse ungesalzen und ungeröstet sind, wenn man sie in Kinderhände gibt.

Allergien gegen Nüsse und Schalenfrüchte: Das gilt es zu beachten

Nüsse und Schalenfrüchte können Allergien auslösen – wenn auch insgesamt nur weniger Kinder davon betroffen sind und man sich daher nicht verrückt machen sollte. Dennoch solltet ihr immer auch die Angaben auf der Packung genau ansehen, gerade wenn eine Allergie bei euch oder euren Kindern vorhanden ist.

Die Angabe von „Schalenfrüchten“ (hierunter fallen auch die Nüsse) sowie von „Erdnuss“ im Zutatenverzeichnis ist gesetzlich verpflichtend. Die meisten Hersteller kennzeichnen darüber hinaus mögliche Spuren freiwillig.

Solltet ihr Bedenken gegenüber bestimmten Produkten haben oder eine Allergie bei eurem Kind für möglich halten, sprecht bitte mit eurem Kinderarzt oder eurer Kinderärztin darüber.

Gesunde Ernährung für Kleinkinder: Teste dein Wissen!

Kennst du die gängigsten Ernährungsmythen aus der Ernährung von Kleinkindern? Lies nach und schau mal, ob du sie auch schon mal gehört hast.

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